Stay-at-Home-Spiele

update vom 19. 04. 2020

In diesen anspruchsvollen Zeiten ist es für jene, die nicht im Home-Office rund um die Uhr arbeiten resp. in einer systemrelevanten Position tätig sind, oft schwer sich freiwillig zu kasernieren. Die sprichwörtliche Decke kann einem da schon mal auf den Kopf fallen. Auch unsere Kleinen wollen hin und wieder bespaßt werden.

Die JOBBERIE ist der festen Überzeugung, dass wir alle zur Spezies des “homo ludens” gehören. Daher präsentieren wir in diesem Beitrag Indoorspiele, die mit wenig Material auskommen.

Der Einfachheit und der Lesbarkeit halber, benutze ich die Form des Maskulinums. Die Spiele richten sich jedoch an alle Geschlechter.


Kochutensilien-Mikado

Material: Kochutensilien / Essbesteck, eine ebene Fläche

Anzahl der Spieler: 2 bis 5

Ablauf des Spiels:

Das Spiel wird auf einem Tisch oder auf dem Boden gespielt. Der erste Spieler umfasst die Kochutensilien mit zwei Händen, sodass ein Bündel entsteht. Er verstreut das Besteck indem er das Bündel loslässt (hier muss man schauen, wie es am besten geht). Er beginnt auch mit dem Spiel. Nun soll ein Besteckteil nach dem anderen weggenommen werden, ohne dabei andere Besteckteile zu bewegen. Die einzelnen Teile dürfen nur mit Daumen und Zeigefinger und einer Hand bewegt werden. (Da das Besteck sperriger ist als die klassischen Mikadostäbe, darf nur mit einer Hand gespielt werden – es wäre sonst zu einfach).

Bewegt sich bei dem Versuch ein Besteckteil oder ein Utensil (üblicherweise kommentiert mit „hat gewackelt“) wegzunehmen, wird abgebrochen und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Meistens wird so lange gespielt, bis alle Utensilien von Spielern genommen wurden.

Manchmal wird auch eine bestimmte Anzahl von Runden (z. B. fünf) gespielt, dann hat der Spieler gewonnen, der die meisten Punkte gesammelt hat.

Variante des Spiel: Statt Kochutensilien kann man auch Zahnstocher, Strohhalme oder Zündhölzer

Kochbesteck Mikado Jobberie
Unser erster Versuch des Kochbesteck-Mikados

Klopapierbowling

Material: Eine Klopapier-Rolle, mehrere leere PET-Flaschen; können aber auch Plastikbecher oder leere Milchkartons sein. Ein Zettel zum Aufschreiben der Punkte, Klebeband für die Bodenmarkierungen.

Anzahl der Spieler: Mindestens 2 (einer wirft, einer stellt auf)

Ablauf des Spiels:

Das Spiel funktioniert am besten auf einem langen Gang oder Flur. Die leeren PET-Flaschen, Plastikbecher oder Milchkartons werden in einem Dreieck aufgestellt (einfacher ist es, wenn vorher Markierungen auf den Boden mit Tixo oder einem anderen leicht lösbaren Klebeband angebracht werden, damit die „Kegeln“ oder „Pins“ (wie man im Bowling sagt) immer auf derselben Stelle stehen.)

Die PET-Flaschen, Becher oder Kartons müssen aus einigen Metern (mindestens 3 Meter) Entfernung mit einer Toilettenpapierrolle umgeworfen werden. Die Klopapierrolle muss dabei über den Boden gerollt werden. Sie darf auf keinen Fall geworfen werden.

Einfache Variante:

Die Spieler machen sich eine Anzahl an möglichen Würfen pro Partie aus (z.B. 10 Würfe). Eine Linie auf dem Boden markiert von wo aus gerollt werden wird. Ein Übertreten der Linie gilt als Foul. Spieler 1 rollt die Klopapierrolle über den Boden. Die Anzahl der umfallenden „Pins“ wird zusammengezählt. Spieler 2 stellt die „Pins“ wieder auf und geht zum Wurf. So wechseln sich die Spieler mit dem „Wurf“ und dem Aufstellen der „Pins“ ab. Wer nach 10 Durchgängen die meisten Punkte hat, hat gewonnen.

Variante mit „Strikes“

Der Spieler, der alle Pins mit einer Klopapierrolle umrollt, darf einen zweiten Wurf, einen Freiwurf, machen. Fallen erneut alle Plastikflaschen, Becher oder Milchkartons um, bekommt er einen erneuten Freiwurf. Erst wenn mindestens ein „Pin“ stehen bleibt, beendet der Spieler seine Serie und lässt den Mitspieler an die Wurflinie. Die bis dahin erzielten Punkte werden addiert und gelten als ein Wurf. Beispiel: Spieler 1 rollt beim ersten Wurf alle Pins und beim Freiwurf 7 Pins um. Er bekommt für den Wurf die Gesamtzahl von 17 Punkten.

Weitere Varianten: Man kann das Spiel auch aufs Bowling und die Kegelregeln umlegen und z.B. wie beim Bowling mit einem Maximalpunktekonto von 300 Punkten arbeiten etc.


Schuh-Basketball

Material : Ältere Schuhe, am besten Winterschuhe, ein „Korb“ (Papierkorb, leerer Müllkorb), ein Klebeband für die Bodenmarkierung, Zettel zum Aufschreiben der Punkte (wenn es ein Wettkampf ist)

Anzahl der Spieler: Ein Spieler, zwei Spieler …

Ablauf des Spiels:

Eine Freiwurflinie wird auf den Boden geklebt. Von dieser Linie aus wird geworfen. Ziel ist es, so viele Körbe wie möglich zu werfen. Der Korb sollte nicht viel größer als der Schuh sein. Der Korb kann einige Meter entfernt auf dem Boden stehen. Er kann aber auf auf einen Stuhl oder einen Sessel gestellt werden. Ziel ist es, den Schuh so oft wie möglich in den „Korb“ zu werfen. Die Spieler können sich eine Anzahl an Würfen ausmachen oder abwechselnd werfen. Der Schwierigkeitsgrad steigt mit der Entfernung.

Die Bewertung sollte man auf Punkte basieren lassen. Für jeden Treffer gibt es Punkte. Schießt man daneben, gibt es Minuspunkte. Alle Treffer werden notiert. Wird der “Korb” durch das Gewicht des Schuhs umgeworfen, gibt es weitere Abzüge. Die Punktevergabe sollte vor Spielbeginn geklärt werden.

So in etwa könnte das aussehen – Achten Sie auf die Haltungsnoten!

Der Bau des schiefen Klopapierturms

Material: Alle Klopapierrollen und Küchenrollem, die im Haushalt zu finden sind (je mehr desto besser). Ein Lineal

Anzahl der Spieler: Mindestens zwei

Ablauf des Spiels:

Ziel des Spiels: Jeder Spieler versucht einen Klopapierturm zu bauen

Spieler 1 beginnt mit dem Stapeln. Die Rollen müssen jeweils um einen Zentimeter versetzt aufeinander gestapelt werden. Das Lineal dient dazu die Abstände genau zu messen. Es soll ja ein schiefer Turm entstehen. Sobald der Turm umfällt, wird die Anzahl der Rollen gezählt, die in Verwendung waren.

Danach baut Spieler 2 seinen Turm, dann Spieler 3 etc. Der Spieler mit dem höchste Turm gewinnt.

Variante: Man kann den Schwierigkeitsgrad erhöhen indem die Rollen etwa 2 oder 3 Zentimeter versetzt gestapelt werden. Dadurch fällt der Turm schneller um.


Klopapier-Aufwickel-Wettrennen

Material: Eine Klopapierrolle pro Mitspieler, ein kleiner Gegenstand, der nicht größer ist als die Breite des Klopapiers (ein Zuckerl, eine Spielfigur, ein kleines Geschenk)

Anzahl der Spieler: Mindestens zwei

Ablauf des Spiels:

Jeder Spieler bekommt eine Rolle Klopapier. Es wird ein langer Klopapierstreifen abgerollt. Die Streifen werden nebeneinander auf den Boden gelegt. Auf das Ende des Streifens wird eine kleine Figur, etwas zu Essen oder ein kleiner Gegenstand abgelegt. Wichtig ist, dass der Gegenstand nicht zu schwer ist.

Ausgangsposition: Die Spieler stehen nebeneinander in einer Reihe (auf gleicher Höhe), die abgerollte Rolle halten sie in der Hand. Vor ihnen liegt die abgewickelte Klopapier-Bahn. Der Gegenstand befindet sich am Ende der Bahn. Die abgewickelte Bahn muss bei allen Spielern gleich lang sein.

Nach einem Startsignal wird die Rolle wieder so schnell wie möglich aufgewickelt. Nur der Spieler, der als erster seinen Gegenstand herangewickelt hat, hat gewonnen. Verloren hat jener Spieler, dessen Klopapierstreifen reißt oder dessen Gegenstand runterrutscht.

5 Stay-at-home-Spiele für zwischendurch. 3 davon funktionieren mit Klopapier.
Klopapier-Wickel-Spiel


Eisfischen

Material: Eine Glasflasche (Weinflasche, Bierflasche, Saftflasche), einen längeren Faden, zwei Büroklammern, eine Stoppuhr

Anzahl der Spieler: 1 bis…

Ablauf des Spiels:

Die Büroklammer wird am unteren Ende des Fadens befestigt.
Man fixiert eine zweite Büroklammer am anderen Ende. Diese Klammer dient als Halterung. Die Flasche wird auf den Boden gestellt. Der Spieler positioniert sich stehend vor die Flasche. Der Faden wird mit einer Büroklammer am Hemd- oder T-Shirtkragen befestigt.

Ziel ist es die Büroklammer in der Flasche zu versenken, ohne, dass die Büroklammer auf den Flaschenhalsrand “aufgelegt” wird. Mit einer Stoppuhr kann man (a) die Zeit messen, die von den Spielern benötigt wird, um die Büroklammer im Flaschenhals zu versenken (b) einen Countdown einsetzen, um den Stress zu erhöhen. Die Hände dürfen den Faden nicht berühren.

Eisfischen - Jobberie - Stay-at-home-games....
Eisfischen: Variante 1

Variante: Der Faden wird am Rücken des Spielers befestigt. Das Ziel bleibt bestehen: Die Büroklammer muss in den Flaschenhals versenkt werden. Die Hände dürfen nicht genutzt werden.


Münze ins Wasser

Material: Ein breiteres Glas, zwei Münzen, Wasser

Spieler: 1 bis …

Ablauf des Spiels:

Es handelt sich hier um ein Geschicklichkeitsspiel, das auf den ersten Blick sehr einfach ist. Bevor es losgehen kann, legen Sie eine Münze auf den Glasboden und füllen das Glas mit Wasser. Nun muss jeder Spieler versuchen eine Münze (etwa ein 10 Cent-Stück) genau auf die Münze auf dem Glasboden zu legen, ohne natürlich ins Glas oder ins Wasser zu greifen oder andere Hilfsmittel zu benutzen.

Varianten: Je höher das Glas und je kleiner die Münzen, desto schwieriger wird das Spiel.

Stay at home Spiele Jobberie
Sieht einfach aus, ist es aber nicht! Probieren Sie es aus!

Boccia anders

Boule, Pétanque oder Boccia ist ein Outdoorklassiker. Aber kann man das Spiel auch Indoor spielen? Natürlich. Man braucht nur andere Materialien.

Material: Münzen oder Knöpfe (wenn zur Hand Murmeln). Auch Kronkorken sind möglich.

Spieler: Mindestens 2

Ablauf des Spiels

Zwei Spieler oder zwei Teams treten gegeneinander an. Wichtig ist, dass man genug Platz hat. Der Flur eignet sich ganz gut. Wir gehen nun davon aus, dass mit Münzen gespielt wird.

Der erste Spieler wirft eine kleinere Münze (etwa eine 5 Cent Münze). Sie ist der Master. In seine Nähe müssen die anderen Münzen (Bsp: 1-Euro-Münzen für Team A, 50-Cent-Münzen für Team B) geworfen werden. Jeder Spieler oder jedes Team wirft abwechselnd eine Münze und versucht, so nah wie möglich an den Master heranzukommen.

Der Master kann auch getroffen und dadurch verschoben werden. Wenn alle Münzen geworfen wurden, wird ermittelt welche Münzen am nächsten beim Master liegen. Ein Beispiel: Liegen zwei Münzen von Team A beim Master und die drittnächste gehört Team B, dann gewinnt Team A mit zwei Punkten.

Variante: Wenn zu wenig Platz herrscht, kann man das Spiel auch auf einen Tisch oder den Fußboden verlegen. Die Münzen werden dann nicht geworfen, sondern geschnippt. Ansonsten gelten die gleichen Regeln. Das Schnippen hat den Vorteil, dass man Münzen – genau wie beim Boccia – des Gegners wegschnippen kann, um für die eigenen Platz zu machen.


Fremdwörter-Quiz

Material: ein Fremdwörterlexikon, Schreibmaterial

Spieler: Mindestens zwei

Ablauf des Spiels:

Die Teilnehmer sitzen im Kreis (am besten um einen Tisch). Das Spiel wird eröffnet indem ein Spieler ein Wort aus dem Fremdwörterlexikon heraussucht und das Wort laut sagt. Die anderen Spieler schreiben die mögliche Bedeutung oder Definition auf einen Zettel. Dabei ist es egal, ob die Bedeutung richtig oder falsch ist. Danach liest jeder seine/ihre Definition vor. Jede richtige Definition bekommt einen Punkt (außer der Spielleiter, da er ja die Definition kennt). Ein zweiter Bonuspunkt wird für die originellste oder witzigste Defintion abgegeben. Über diese wird abgestimmt. So entsteht ein kreativer Anreiz. Die Punkte werden aufgeschrieben.

Danach wird das Fremdwörterlexikon an den nächsten Mitspieler weitergegeben, der sucht sich wieder ein Begriff aus und das Spiel beginnt wieder von vorne. Gewonnen hat der Spieler, der am Ende die meisten Punkte hat. Wichtig ist, dass alle Spielleiter gleich oft dran kommen, sonst würde die Punktesituation verzerrt werden.

Fremdwörter-Quiz anders…

Luftball-Volleyball

Material: Ein Luftballon, eine Schnur, ausreichend Platz

Spieler: Mindestens 2

Ablauf des Spiels

Variante 1: Kann Indoor (etwa in einem Flur) aber auch Outdoor im Garten gespielt werden. Ein Spielfeld wird fixiert. Eine Schnur wird in die Mitte des Feldes aufgespannt. Ziel ist es den Luftballon auf die andere Spielseite zu befördern. Der Luftballon darf dabei die Spielfeldbegrenzung nicht verlassen, nicht unter der Schnur durchgespielt werden oder den Boden berühren. Es gelten im Wesentlichen die Volleyball-Regeln.

Variante 2: Die Kopf(luft)ballonvariante. Hierzu braucht es keine Schnur. Der Luftballon wird mit dem Kopf hin- und hergespielt. Es geht darum, so oft wie möglich den Luftballon per Kopf zum Mitspieler oder zur Mitspielerin zu bewegen. Bei jeder Berührung mit dem Kopf gibt es einen Punkt, bei jeder Berührung mit der Hand einen Minuspunkt. Wenn der Ball den Boden berührt ist das Spiel zu Ende. Es handelt sich also hier um eine Kooperationsvariante. Um die Punktzahl zu messen wird der aktuelle Punktestand nach jeder Berührung durch einen Mitspieler oder eine Mitspielerin laut ausgerufen.


Viel Spaß bei den Spielen! Welche Spiele haben Sie auf Lager? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge in die Kommentare

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