Späte KV-Einigung im Bereich Arbeitskräfteüberlassung

kv-achluss akü

KV-Abschluss Arbeitskräfteüberlassung: Löhne steigen um 1,45 Prozent

Ungewöhnlich spät einigten sich die Sozialpartner*innen am 26. März 2021 auf einen Kollektivvertragsabschluss für rund 70.000 Arbeitnehmer*innen. Der Wechsel des KV ist normalerweise mit dem 01. Jänner angesetzt. Dieses Jahr brauchte es ganze drei Runden bis zu einem Abschluss. Dabei war die Erhöhung der Gehälter offensichtlich nicht das Problem. Rechtzeitig vor der sogenannten “Osterruhe” wollte man offensichtlich auch das Thema KV zu einem Abschluss bringen.

1,45 Prozent Lohnerhöhung – eine Baustelle bleibt

Mit 1,45 Prozent Lohnerhöhung liegt man im Bereich der bisherigen Erhöhungen in anderen Branchen. Hauptkonfliktthema waren die Kündigungsfristen. Ab 01. Juli sollen die Kündigungsfristen von Arbeiter*innen an jene von den Angestellten angepasst werden, was zu beträchtlichen Verlängerungen der Kündigungsfristen führen wird. Die Arbeitgeberseite sieht sich jedoch als Saisonbranche. Bei Saisonbranchen gelten andere – meist kürzere Kündigungsfristen. Um einen KV-Abschluss zustande zu bringen wurde eine sehr österreichische Lösung getroffen. Man einigte sich beim Lohn und koppelte das Kündigungsthema für gesonderte Gespräche aus.

Der neue Kollektivvertrag gilt mit 1. Jänner 2021. Die Löhne steigen somit rückwirkend um 1,45 Prozent. Der neue Mindestlohn beträgt 1.781,14 Euro.

Die aktuellen Stundenlöhne in Euro in den Beschäftigungsgruppen (BG) lauten ab 1. Jänner 2021 folgend:

BG F Techniker€ 19,28
BG E Qualifizierte FacharbeiterIn€ 15,65
BG D FacharbeiterIn€ 13,60
BG C Qualifizierte ArbeitnehmerIn€ 12,14
BG B Angelernte ArbeitnehmerIn€ 10,80
BG A Ungelernte ArbeitnehmerIn
(im 1. Jahr der Betriebszugehörigkeit)
€ 10,64

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie zu! Datenschutzerklärung