Mehr Frauen in systemrelevanten Berufen

Die Wirtschaft wurde auf Minimal- oder wie einige sagen, Notbetrieb heruntergefahren. Nur mehr wenige Branchen, die zur Versorgung der Bevölkerung notwendig sind, arbeiten. Und eines ist sicher: In diesen so genannten systemrelevanten Branchen arbeiten mehr Frauen als Männer – und dies wahrscheinlich in den meisten Coronagebieten. Hier nun die Zahlen für Österreich.

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Zur Erläuterung: Die Zahlen des Sozialministeriums bilden den Stand der in Österreich unselbständig beschäftigten Menschen im Februar 2020 ab. Die Daten sind also ziemlich aktuell. Allerdings hat das Eintreten der Ausgangsbeschränkungen und die damit verbundenen Schließungen mit Sicherheit zu einer Verschiebung geführt. Aber es ist ziemlich sicher, dass gerade die Branchen Lebensmittelhandel und Gesundheitswesen weitgehend weiblich sind, ebenso die Kindergärten und Volksschulen, die zwar jetzt geschlossen sind, jedoch auch einen Notbetrieb aufrecht erhalten.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt und die Verschiebungen innerhalb der Branchen werden wir frühestens im April Auskunft geben können.

Leistung muss sich lohnen!

Es ist jedoch auch ein offenes Geheimnis, dass Branchen, in denen überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten, niedrigere Durchschnittsgehälter und schlechter bezahlte Kollektivverträge haben als dies in den typischen „Männerbranchen“ der Fall ist. Man vergleiche einfach den Metall-KV mit jenem des Handels. Oder die Gesundheitsberufe mit der Schwerindustrie.

Mehr Männer im Haushalt und in der Kinderbetreuung?

Dies ist mit Sicherheit nicht die spannendste, aber dennoch eine interessante Frage. Die Rechnung ist verlockend. Wenn mehr Frauen derzeit (außer Haus) berufstätig sind, gehen dann auch mehr Männer der Hausarbeit und der Kinderbetreuung nach? Theoretisch müsste dies ja eigentlich der Fall sein. Aber wir werden sehen. Es ist – wie bereits gesagt – sicherlich nicht die brennendste Fragestellung der Stunde. Aber es wird auch eine Zeit nach dem Virus geben.

Vielleicht ist die Krise auch in diesen Punkten eine Chance Leistung(en) und Gehälter neu zu bewerten… Wir werden es sehen. Bis dahin: Schauen Sie auf sich und bleiben’s xund!

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